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Pyrenäen

Offroad Reise in die Pyrenäen:

Ende September 2009 war es mal wieder soweit und es ging los zu einem Offroad-Urlaub mit dem eigenen Fahrzeug. Im Gegensatz zu letztem Jahr in den Westalpen, waren wir diesmal nicht mit einem Auto unterwegs, sondern mit zwei Autos und 4 Jungs (Stephan, Bernd, Gernot und ich).

Die Autos war weiterhin ziemlich serienmäßig ausgestattet, bis auf Unterfahrschutz und AT Reifen. (inkl. Ersatzreifen im Kofferraum) und dem Dachzelt von AutoCamp. Leider ist mein Höherlegungsfahrwerk von Seikel am letzten Tag vor der Reise erst angekommen, so dass ich es nicht mehr einbauen konnte.

Ansonsten war halt alles dabei was man zum Campen braucht: Gaskocher, 220V-Konverter, 20l-Frischwassertank, Klappspaten, elektrische Kühlbox, Camping-Tische und Stühle. Dank Bernd waren wir sowohl elektrisch als auch Gastechnisch perfekt ausgestattet.



Als Vorbereitungsmaterial haben wir folgendes benutzt:


Mein Beifahrer war Gernot, das andere Auto wurde von Bernd und Stephan pilotiert.

Wir haben für diese Reise eine Mischung aus Camping und Bungalow-Urlaub geplant. Stephan und Gernot haben sich immer ein Bungalow gegönnt und Bernd und ich haben uns an unseren Dachzelten erfreut. D.h. wir waren natürlich nur auf Campingplätzen, welche auch beides anbieten und wild campen haben wir diesmal ausgelassen.

Auch eine sehr netter Luxus ist jeden Abend eine Dusche zu haben und eine richtige Küche und natürlich das Beste: ein begeisterter und sehr guter Koch (DANKE BERND).



Die Tour fing an in der Nähe von Basel bei Gernot an und beinhaltet natürlich auch eine Anreise und Abreise von jeweils ca. 950 km.

Fahrtroute-Gesamt

Die eigentliche Tour umfasste eigentlich die ganzen Pyrenäen zwischen Mittelmehr und Atlantik (und zurück). Insgesamt
ca. 2100 km ohne An- und Abreise. Wir hatten uns das ehrgeizige Ziel gesetzt alle 11 beschriebene Touren des Offroad-Magazin Special innerhalb eine Woche zu fahren. Da bedeutet natürlich einiges an Fahren aber wir haben es geschafft.

Fahrtroute-Pyrenäen


1. Tag: Anreise über Millau (ca. 950 km):

Am ersten Tag ging es darum “Strecke zu machen”. Deshalb haben wir uns alle am Vorabend bei Gernot in der Nähe von Basel getroffen und am nächsten Morgen ging es um 6:30 los. Unser erstes Zwischenziel war die Brücke von Millau oder eben Viaduc de Millau. Eine von Norman Foster gestaltete Schrägseilbrücke, welche mit 2460m Länge auch die längste der Welt ist und mit einer maximalen Höhe von 343m ein wirklich beeindruckendes Bauwerk ist.

Nach einem ausgiebigen Photostop und einem gemütlichen Kaffee geht es dann weiter Richtung Argelès-sur-Mer unsere erste Übernachtung und Startpunkt für unsere Offroadtour.

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2. Tag: Von Argelès-sur-Mer nach Villefranche-de-Conflent (Tour 1 und die erste Hälfte von Tour 2 des OR Special) - 200km

So heute geht es endlich weg von geteerten Strassen und wir können unsere Autos endlich wieder der wahren Bestimmung zuführen. :) Aber erst einmal geht es noch ans Meer um noch ein paar Bilder zu machen und dann geht es los. Erst einmal nach Sorede, wo die erste Offroadtour beginnt. Wie schlängeln uns auf Schotterserpentinen rauf auf fast 1000 Höhenmeter, immer wieder mit einem Blick auf die Küste. Es macht wieder richtig Spaß, das Auto über die Schotterstrassen fliegen zu lassen.

Unser erstes Zwischenziel ist das Fort de Bellegarde, ein im 17. Jahrhundert erbauten Militärfestung. Eine ausgiebigen Erkundung zu Fuß macht Spaß und ist auch eine nette Abwechslung.

Aber wir wollen ja noch die zweite Tour heute starten, so dass wir uns auf dem Weg nach Prades machen, dem Startpunkt. Von dort geht es auf einen mystischen Berg: den Mont Canigou , dem heiligen Berg der Katalanen. es geht rauf auf 2150m.

Die Strecke ist ziemlich eng und auch immer mal wieder mit so genannten “Achsbrechern” (quer zur Fahrbahn verlaufende Auswaschungen) versehen, aber macht wirklich super viel Spaß. Leider sind wir auf dem Berg in Wolken, so dass wir keine gute Weitsicht haben. Vor uns fahren auch einige “Touristen-Shuttles” (4x4 Taxis) die teilweise ganz schön blöd schauen, wenn von hinten ein Touareg (besser gesagt 2) angeflogen kommen. Wir machen keinen Halt am Chalet des Cortalets, da wir sonst die Touri-Shuttles wieder vor uns gehabt hätten und machen uns auf dem Weg zu unserm Nachtlager in Villefranche-de-Conflent.

Nachdem wir die sturzbesoffene Campingplatz-Betreiberin endlich wach geklingelt haben, bekommen wir auch unseren Platz. Leider hat es inzwischen angefangen zu regnen, aber macht ja nichts, wir machen es uns im Chalet von Stephan und Gernot gemütlich und Bernd verwöhnt uns wieder mit einem super 3-Gänge Essen. Dort beginnt auch wieder das allabendliche Ritual: Wir tippen die Wegpunkte für die morgige Tour ins Navi . Dadurch haben wir immer noch eine elektronische Hilfe zum Roadbook in der Offroad (insb. da Gernot für sein Garmin alle verfügbare topologische Karten besorgt hat).

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3. Tag: Von Villefranche-de-Conflent nach Tarascon-sur-Ariège (Zweite Hälfte von Tour 2, Tour 3 und 4 des OR Special) - 250km

Heute fahren wir die zweite Hälfte der Tour von gestern fertig. Es geht rauf auf den Col de Jou. Hier mal wieder richtig viel Spaß für die Freunde des ESP-losen Driften. Die Strecke ist recht breit und so kann man es richtig fliegen lassen.

Nun geht es nach Capcir auch ob der Landschaft gerne Little Kanada genannt. In Mont-Louis geht es los und über viele Offroad-Pisten immer wieder unterbrochen durch kurze Asphaltstücke geht es recht schnell nach Formiguères dort machen wir noch den Abstecher rauf zum Refuge de Camporeills, es geht hier zum höchsten Punkt von Heute wieder knapp 2150m.

Jetzt machen wir uns noch auf den Weg “Pas l’Ours” den Bärenpfad. Eigentlich sollten hier noch Meister Petz rumlaufen (inzwischen über 30 Stück), aber wir haben keinen gesehen...dafür lassen wir aber die Kuh fliegen :). Wir lassen diesmal aus Zeitmangel einige schöne Stätten links und rechts liegen (z.B. Grottes de l’Aguzou, Gorges de la Frau) und fahren zu unserem Nachlager in Tarascon-sur-Ariège. Wir haben heute ein wirklich sehr netten Campingplatz erwischt mit Bungalow direkt am Fluss und Bernd und ich haben auch viel Platz für unsere Dachzelte.

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4. Tag: Von Tarascon-sur-Ariège nach Argelès-Gazost (Tour 5 des OR Special) - 300km

Nachdem wir uns nun schon etwas weiter im Inneren der Pyrenäen befinden, erleben wir nun auch das Problem das nicht jeder Offoaden gerne hat. Leider sind in den französischen Hautes-Pyrénées so ziemlich jeder Schotterweg gesperrt. So das wir der Empfehlung des OR Magazin folgen und unser Tour-de-France starten. In den nächsten zwei Tagen werden wir 8 der berühmten Tour-de-France Pässe unter die Räder nehmen, darunter auch der berühmt Col de Tourmalet.

Aber bevor es in die Berge geht, erst noch ein totales Highlight, die befahrbare Grotte du Mas d’Azil. Die Grotte ist ca. 400 m lang und mitten durch geht eine Strasse. Hier mussten wir natürlich auch einen ausgiebigen Photostop machen.

Danach geht es los und in Richtung des ersten beiden Tour-de-France Pässe: erst der Col de Portet d'Aspet , dann geht es weiter zum Col de Menté. Hier gibt es auch eine kleine Offroad-Einlage welche uns nach Süden an die spanische Grenze führt. Das Auto von Bernd und Stephan können es demnach nicht lassen, schnell mal über die Grenze zufahren.

Der nächste Pass ist der Col de Peyresourde und kurz danach geht es über den Col D'Aspin. Es ist wirklich beeindruckend was die Radfahrer hier an den Pässen leisten. Wir sitzen gemütlich in einem bequemen temperierten Auto bei guter Musik und die Jungs kämpfen sich jeden Höhenmeter rauf. Hut ab.

Nun geht es zum höchsten befahrbaren Pyrenäen-Pass Frankreichs dem Col du Tourmalet mit 2115m. Wir machen ein paar Bilder und entdecken eine kleine “Spielmöglichkeit”. Wenige 100m vor dem Col du Tourmalet geht es rechts den Berg rauf in ein Skigebiet. Hier klettern die beiden Autos noch mal eine extrem steile Rampe rauf - völlig problemlos, immer wieder beeindruckend. Es geht weiter bis zur Spitze der Seilbahnen für das Skigebiet. 2365m haben wir auf dem Höhenmesser, ein wirklich tolle Fahrt. Auch runter gibt es keine Probleme so dass wir ohne. Hier könnte man noch ewig spielen, aber unser Zeit wird langsam knapp.

Also geht es schnurstracks nach Argèles-Gazost unser heutiger Nachtplatz. Die Campingplatz suche gestaltet sich etwas schwierig, aber am Schluss haben wir einen super Platz. Wir können auch in der Stadt unsere Vorräte wieder etwas auffüllen und auch die Autos bekommen mal wieder einen vollen Tank. Also wir sind gut gerüstet für die nächsten Tage.

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5. Tag: Von Argelès-Gazost an den Atlantik bei Saint-Jean-de-Luz (Tour 6 des OR Special) - 275km

Heute ist unser Ziel klar, es geht an den Atlantischen Ozean. Aber davor haben wir noch einige spaßige km vor uns. Zum einen warten noch 3 Tour-de-France Pässe auf uns, zum anderen steigt der Anteil an Offroad-Pisten merklich, da wir nun die unter strengsten Naturschutz stehende Hochgebirgsregion verlassen.

So also als erstes bleiben wir noch auf Asphalt und fahren über die Pässe: Col du Soulor, Col d’Aubisque und Col de la Marie-Blanque.

Nach ca. 100km geht es mal wieder runter von der Strasse auf ins Gelände. Kurz nach Lanne-en-Barétous geht es links weg in Richtung eines Hochplateau. Hier fahren wir einen Weg, welche total zugewachsen ist und welcher uns dann irgendwann durch umgefallene Bäume versperrt wird.

Jetzt geht es im zick-zack durch das Baskenland, Asphalt wechselt sich mit Schotter ab und es geht durch eine schöne hügelige Landschaft. Am Ende dieser Strecke kommen wir nach St.-Jean-Pied-de-Port, ein netter kleine Ort.

Von hier sind es noch ca. 70 km bis zum Atlantik und wir düsen direkt nach Saint-Jean-de-Luz zu unserem Campingplatz.

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6. Tag: Von Saint-Jean-de-Luz nach Graus (Tour 7+8 des OR Special) - 470 km

Heute haben wir den mit Abstand längsten Tag vor uns 470 km müssen wir heute unter die Räder nehmen und einige davon werden nicht auf Asphalt sein. Außerdem wechseln wir heute auf die spanische Seite der Pyrenäen (bis auf den Kurzausflug von Bernd und Stephan weiter oben ;) ). Darüber hinaus erwartet uns natürlich heute ein Highlight, wir fahren pilgern...über den weltberühmten Jakobsweg.

Erst einmal geht es wieder zurück nach St.-Jean-Pied-de-Port. Dann geht es über die Grenze und dann nach Roncesvalles. Von dort geht es über den Ibañeta-Pass auf den Jakobsweg rauf. Ein wenig komisches Gefühl ist es schon den Jakobsweg mit Luxusgeländewagen zu befahren und dann auch noch in der falschen Richtung. Aber die Pilger nehmen es mit Humor und es gibt keine Probleme.

Wir fahren zu einem Aussichtspunkt auf 1520m Höhe und genießen die gute Sicht. Danach geht es weiter und wir haben ein wenig Probleme den richtigen Weg zu finden. Bei ein paar Versuchen, sind wir froh uns nicht festzufahren, aber der Touareg meistert auch die Wende am Berg und das wieder rauffahren. Jetzt kommt der wahrscheinlich fahrerisch anspruchsvollste Teil unserer Pyrenäen-Tour (zumindenstens für mich, da ich noch kein Höherlegungsfahrwerk habe und auch keine Luftfederung). Sehr langsam klettern wir durch ziemlich ausgefahrene Feldwege und über mit Steinbrocken übersäte Abhänge den Berg hinunter und hören immer wieder (auch Bernd) das dumpfe Aufsetzen auf dem Unterfahrschutz. Aber alles geht glatt und wir kommen gut unten an und haben damit auch den Pilgerpfad verlassen.

Es geht weiter nach Sabiñánigo, von dort geht es auf unsere zweite Offroad-Tour von heute der “Sierra de Guara”. Dies ist eine fast menschenleere Gegend welche super zu Offroaden einlädt. Hier gibt es unzählige Pisten aller Schwierigkeitsgrade und Geländeformationen jeder erdenklichen Art. Da es am Vortag hier geregnet hat sind einige der Pisten ganz schön glitschig und auch einige ziemlich tiefe Matschfelder sind zu durchfahren...macht aber riesig Spaß.

Langsam wird es ganz schön spät, also düsen wir weiter nach Graus an den Stausee Barasona. Dort übernachten wir auf dem Camping Lago Barasona. Weil selbst Bernd nach so einem langen Tag keine Lust mehr hat zu kochen, gehen wir in Graus eine Pizza essen und lassen uns ein Bier gut schmecken.

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7. Tag: Von Graus nach Ribera de Cardós an die Grenze von Andorra (Tour 9+10 des OR Special) - 340 km

Heute geht es fast an die Grenze von Andorra, wo wir morgen hin wollen. Aber davor sind noch zwei super Offroad-Touren eingeplant. Außerdem bekommen wir heute auch noch was von der Polizei von Spanien beigebracht...aber dazu später mehr.

Nach einem kleinen Ausflug an den Stausee Barasona geht es als erstes geht es an die Staumauer am Embalse de el Grado . Dort hat man eine sehr schöne Sicht auf das Umland und man kann ein paar nette Bilder machen.

Anschließend geht es über Ainsa und Plan in das Maladeta-Massiv in dem auch mir 3404 m der höchste Berg der Pyrenäen liegt der Pico de Aneto. Es geht in der ersten Tour weniger um fahrerischen Anspruch sondern vielmehr um eine beeindruckende Hochgebirgslandschaft. Das Valle de Gistain führt uns vorbei an tiefen Schluchten und führt uns weiter ins Valle de Benasque. Wir fahren eigentlich die ganze Zeit auf gut ausgebauten Schotterstraße. Die 30km zur höchsten befahrbaren Stelle des Aneto haben wir uns geschenkt und sind direkt weiter Richtung El Pont de Suert von dort es in unsere zweite Tour geht. Über La Pobla de Segur geht es am Fluss entlang Richtung Osten.

Da gerade eh Mittagszeit ist und wir ein leichten Hunger verspüren, fahren wir recht runter zum Fluss. Da in mitten des Flusses eine sehr schöne “Kiesinsel” ist und wir alle ja noch aus Island Wasserdurchfahrt erprobt sind, machen wir für unseren Mittagsrast einen kleinen Ausflug auf die Insel und genießen dort unsere Suppe. Doch leider haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Plötzlich werden wir durch wildes Schreien und Pfeifen aufgeschreckt. Die Polizei steht an unsere Einfahrtstelle und macht uns klar, dass Sie von unserem Inselausflug nichts hält. Also alles wieder zusammengepackt und wieder retour. Dort erzählt uns der Polizist in schlechtem Englisch: In Spanien Offroaden ok, aber durch Wasser fahren nicht ok. Wir machen Ihm klar, dass wir das nicht wussten, aber er nimmt trotzdem unsere Daten auf und macht eine Unzahl von Bildern (leider trauen wir uns nicht nach Abzügen zu fragen). Letztendlich mussten wir nichts zahlen, aber es war doch eine ziemliche Aufregung. (Leider hat man unsere Insel durch ein Loch im Wald von der Strasse sehen können und so sind die Beamten auf uns aufmerksam geworden). Sieht man auch ganz gut rechts vorne in Google Street View
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Nach der Aufregung geht es weiter nach Bresca (kurz vor Guerri de la Sal) wo der Offroad-Teil beginnt. Es geht erst einmal über eine schmale Teerstrasse später über eine sehr schmale und steinige Schotterpiste hinauf in ein wunderschönes Hochtal: Das Tal der Gänsegeier laut OR. Wir haben zwar keine gesehen, aber das heißt ja nichts. Durch das breite Hochtal geht es weiter und dann geht es noch mal eine wirklich schöne Schotterpiste rauf zu Coll del Cantó (1725m).

Von dort geht es gemütlich nach Ribera de Cardós wo wir auf unseren Campingplatz fahren. (rechts auf Google Street View)
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Mit etwas Verhandlungsgeschick gelang uns, dass wir noch ein Bungalow bekommen haben, da eigentlich am Wochenende vorher der Campingplatz für die Saison geschlossen hatte.

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8. Tag: Von Ribera de Cardós nach Andorra (Tour 11 des OR Special) - 70 km - und dann Heimreise nach Basel - 1050 km

Heute steht für alle ein Highlight auf dem Programm. Sozusagen als krönenden Abschluss unserer Offroad-Reise geht es nach Andorra. Wir “schleichen” uns auf dem alten Schmugglerpfad an Andorra ran.

Die Tour ist wirklich sehr schön und der Wettergott meint es auch gut mit uns. Von Llavorsi aus geht bald rechts in ein schmales Tälchen Richtung Andorra. Die schmale Asphaltstrasse zieht sich leider deutlich länger als im OR Magazin beschrieben (da haben die wohl seit 2006 “nachgebessert”). Aber an der beschriebenen Flussdurchfahrt halten wir trotzdem mal an um zu schauen. Prompt in diesem Moment kommt ein Polizeiauto vorbei ... und wer steigt aus .... unser Polizist von gestern vom Mittagessen. Die Welt ist ganz schön klein, er ist nicht wirklich begeistert, dass wir an einer Flussdurchfahrt stehen (obwohl keiner von uns durchgefahren ist) und warnt uns ein letztes Mal. Wenn er uns bei was erwischen würde, würde er die Autos beschlagnahmen. TIP AN DAS OFFROAD MAGAZIN: Nicht Flussdurchfahrten anpreisen und nach Photos der selben fragen, wenn die Fahrt in den Fluss explizit verboten ist.

Aber wir waren ja brav und sind daher weitergefahren (allerdings mit einem etwas mulmigen Gefühl: nichts wie raus aus Spanien). Als nächstes geht es durch das Dorf “Tor” auf 1650m Höhe. Jetzt geht es auf eine wunderschöne Hochalm und es geht steil bergauf Richtung Andorra. Am Port de Cabús (2303 m) kreuzen wir die Grenze - ein Bild mit dem Schild von Andorra ging nicht, da dieses geklaut war - und sind nun vor unserem Polizeifreund sicher. Die Sicht auf die Berge von Andorra ist schon beeindruckend.

Wir fahren weiter über Massana nach Andorra la Vella. Auch wenn die Stadt nicht umbedingt die schönste ist, finde ich gibt es deutlich schlimmere Skiorte, insb. in Frankreich. Wir nutzen natürlich die Gunst um günstig zu Tanken und uns auch mit Zollfreiem Alkohol zu versorgen. Nach einem Spaziergang mit Shopping durch die Stadt gehen wir noch gepflegt Mittagessen bevor wir uns auf den Weg Richtung Heimat machen.

Nach dem Mittagessen fahren wir los Richtung Mittelmeer, wir möchten schon ein gutes Stück heute fahren, damit wir morgen nicht mehr so weit haben.

“Erstens kommt es anders als man zweitens denkt”. Als wir in Portiragnes-Plage ankommen, wo wir eigentlich übernachten wollten, stellen wir fest, das alle Campingplätze hier schon zu gemacht haben. Die Saison ist vorbei und daher ist nichts mehr mit übernachten. Wir hätten noch in ein Hotel vor Ort gehen können, aber entscheiden uns, nach einem Abendessen am Strand und ein paar Abschiedsbilder vom Meer, direkt weiter nach Hause zu fahren. Wir wechseln uns ab und mit viel Kaffee, Kaugummi, etc. kommen wir sicher um 2 Uhr nachts in Basel an. Puh... jetzt fallen wir alle Müde ins Bett.

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Zusammenfassend bleibt mir nur zu sagen:

  • Danke an die drei anderen Jungs. Hat richtig Spaß mit Euch gemacht.
  • Danke an Bernd für die vorzügliche Verköstigung und die Bereitstellung Deines ganzen Equipments
  • Danke an Gernot für die Übernachtungsorganisation und die Bereitstellung Deines Hauses als Sammelplatz
  • Danke an Stephan für das ganze Einkaufen und viele der hier gezeigten Bilder
  • Danke an die spanische Polizei für “Gnade vor Recht” :)
  • Danke an VW für super Autos!

Eine super Reise, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird!!!

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